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Besuch von Benjamin Huggel

Der Besuch der Basler Fussball-Legende Benjamin Huggel kurz vor den Sommerferien bereitete vielen Schülerinnen und Schülern ein grosses Vergnügen.
 

Er sei soeben das erste Mal pensioniert worden, schmunzelt der 35-jährige Benjamin Huggel. Etwa hundert Schülerinnen und Schülern lauschen gespannt dem zurückgetretenen FCB-Spieler, der in Kürze als Assistenztrainer der U 21 startet. „Dass ich unbedingt weiterhin etwas mit Fussball machen will, ergab eine SWOT-Analyse“, gibt der Münchensteiner preis und erzeugt damit ein Lachen im Saal – alle kennen diese Analyse aus dem Unterricht.

Aus Fehlern viel gelernt

Huggel erzählt, er sei im Alter zwischen 18 und 23 Jahren sehr unsicher gewesen und habe stark an sich gezweifelt . Nach jedem Training habe er überlegt, was er hätte besser machen können. „Manchmal war ich neidisch auf die Spieler, die sich weniger Gedanken machten, denn das ständige Analysieren machte mich fast wahnsinnig“, gesteht er. Nach ein paar Jahren habe er allerdings festgestellt, dass es ihm dank seines Analysiervermögens gelang, sich zu verbessern und ein höheres Spielniveau zu erreichen.

Aus Fehlern gelernt hat Benjamin Huggel auch in Sachen Internet. „Das Internet vergisst nicht“, erfuhr er am eigenen Leib. Einmal online gestellte Fotos von sich wieder zu löschen, sei nach seiner Erfahrung fast unmöglich. Eine Lösung sieht er einzig in der Prävention; man müsse sich der Medienpräsenz stets bewusst sein. Das gelte auch für Jugendliche, deren peinliche Partyfotos im Netz bei der Stellensuche wenig förderlich seien.

Familie geht vor

Der gelernte Landschaftsgärtner erinnert sich auch an seine eigene Schulzeit. Mitgenommen habe er vor allem die Kollegen und das Sozialverhalten. „Und“, lacht er, „dass ich einen geraden Satz schreiben und eins und eins zusammenrechnen kann.“ Wichtiger als Fussball sind ihm seine Familie und die Gesundheit. Besonders geprägt haben ihn seine Eltern: „Von ihnen habe ich gelernt, dass ich zu allen Menschen gleich freundlich sein soll, egal, wie wichtig oder scheinbar wichtig sie sind.“ Aus diesem Grund steht es ihm auch fern, sich über Menschen mit einer Behinderung lustig zu machen.

Vorbildfunktion

Obwohl er dank seines Fussballtalents gut verdient hat, verspürt er wenig Lust dazu, auf der faulen Haut zu liegen. „Ich möchte nicht nicht arbeiten“, erzählt er, „schon nur deshalb, weil ich als Vater ein Vorbild für meine zwei Kinder bin. Und auch, weil es mir sonst langweilig wäre.“ Geld allein, so seine Überzeugung, mache nicht glücklich. Entsprechend wenig macht er sich aus teuren Autos. – Man darf gespannt sein auf seine weiteren Einsätze.

Der Besuch von Benjamin Huggel fand im Rahmen einer losen Vortragsreihe zum Thema Praxisbezug und Wirtschaft statt.

 
 
 
 
 
 
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